Woran sich der Bedarf zuerst zeigt
Der erste Hinweis kommt fast immer aus dem Vertrieb. Kollegen bauen eigene Präsentationen, weil die offiziellen Unterlagen nicht mehr beschreiben, was tatsächlich verkauft wird. Angebote gehen in drei verschiedenen Layouts raus. Die Website zeigt ein Leistungsspektrum, das seit zwei Produktgenerationen nicht mehr stimmt.
Weitere Ausgangslagen sind struktureller Natur. Ein Zukauf stellt zwei Auftritte nebeneinander, und niemand hat entschieden, ob sie zusammengeführt werden. Aus einem Betrieb an einem Standort ist ein Unternehmen mit mehreren geworden. Ein Geschäftsfeld ist gewachsen, das im Namen nicht vorkommt. Oder die Nachfolge steht an und mit ihr die Frage, wofür das Unternehmen in den kommenden Jahren stehen soll.
Überprüfbar wird das mit einer einfachen Übung: Legen Sie das Material der letzten zwölf Monate nebeneinander. Angebote, Präsentationen, Anzeigen, Messestand, Website, Verpackung, Stellenausschreibungen. Wenn daraus kein zusammenhängendes Bild entsteht und Ihre eigenen Leute unterschiedliche Antworten darauf geben, wofür das Unternehmen steht, liegt das Problem vor der Gestaltung und nicht in ihr. Der Bedarf ist dann keine Geschmacksfrage, sondern ein Zustand, den mehrere Personen unabhängig voneinander beschreiben können.


