Was im Markenkonzept festgeschrieben wird
Ein Markenkonzept entsteht nicht am Schreibtisch der Agentur. Wir starten mit Gesprächen: Geschäftsführung, Vertrieb, Kundenservice und, wo möglich, Kundschaft selbst. Der Vertrieb weiß, welche Einwände immer wieder kommen. Der Service weiß, warum Leute wieder abspringen. Dazu kommt eine Sichtung des Wettbewerbs auf das, was dort tatsächlich versprochen wird, und nicht auf das, was die Wettbewerber über sich selbst behaupten.
Festgeschrieben wird danach die Positionierung in wenigen klaren Sätzen, der Markenkern, eine überschaubare Zahl an Werten mit konkreten Verhaltensbeispielen, die Beschreibung der Zielgruppen mit ihren Kaufanlässen und Entscheidungswegen, das Nutzenversprechen und die Leitideen, aus denen später Kommunikation entsteht.
Dazu gehören Sprachrichtlinien: Tonalität, Ansprache, Begriffe, die wir konsequent verwenden, und Begriffe, die wir vermeiden, jeweils mit Beispielsätzen für Website, Angebot und Serviceantwort.
Das Ergebnis ist ein Arbeitsdokument, kein Hochglanzheft. Es muss so geschrieben sein, dass eine neue Kollegin im Marketing damit einen Produkttext schreiben kann, ohne vorher nachzufragen. Formulierungen, die nur in der Runde verständlich sind, in der sie entstanden sind, gehören überarbeitet, bevor das Dokument abgegeben wird.
