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Markenarchitektur

Markenarchitektur beschäftigt sich mit der Entwicklung und Konstruktion der visuellen und verbalen Elemente Ihrer Marke. Dazu gehören das Erstellen von Designrichtlinien, das Entwickeln von Logos und visuellen Elementen, das Steuern von Ton und Sprache sowie das Entwickeln von Leitsätzen, um die geschaffene Marke richtig anzuwenden.

Eine tragfähige Markenarchitektur stellt sicher, dass die Marke unverwechselbar, wiedererkennbar und authentisch ist und eine starke Bindung zu ihren Zielgruppen herstellt. Die konsequente Umsetzung der Markenarchitektur über alle Kommunikationskanäle und Touchpoints hinweg hilft, das Kundenvertrauen zu stärken und die Markenbekanntheit zu steigern.

Spektrum
Markenarchitektur umfasst nicht nur, wie Ihre Marke aussieht, sondern auch wie sie sich verhält und wie sie kommuniziert.
Anwendung
Kleine Start-ups und große Konzerne profitieren gleichermaßen von einer soliden Markenidentität. Sie bildet das Fundament der Unternehmenskommunikation.
Details
Eine Marke unverwechselbar und unvergesslich zu machen ist ein detaillierter Prozess, der mit Ihnen gemeinsam erarbeitet wird.

Vom gewachsenen Markenportfolio zum entschiedenen Modell

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Marken, Submarken, Produktlinien und Vertriebsnamen existieren tatsächlich? Dazu zählen auch Dinge, die in keiner Präsentation auftauchen, etwa alte Kampagnendomains, Social-Profile aus früheren Produkteinführungen oder Namen, die nur der Außendienst benutzt. Diese Liste fällt fast immer länger aus als erwartet.

Danach bewerten wir jeden Absender einzeln: Trägt er eigene Bekanntheit, hat er eine eigene Zielgruppe, verdient er eigenes Budget? Maßstab ist dabei die Außensicht, also das, was Kundschaft und Vertriebspartner wahrnehmen, nicht das Organigramm. Aus dieser Bewertung folgt die Modellentscheidung. Ein Branded House bündelt alles unter einem Absender, ein House of Brands führt eigenständige Marken nebeneinander, Endorsed Brands geben Submarken Eigenständigkeit und stellen das Mutterhaus als Bürgen daneben. In der Praxis entstehen meist Mischformen, die je Geschäftsbereich unterschiedlich ausfallen.

Das Ergebnis ist ein Architekturdiagramm mit klaren Hierarchieebenen, eine Regel dafür, wie neue Produkte und Bereiche benannt und eingeordnet werden, die Zuordnung von Domains, Shops und Social-Kanälen zu den einzelnen Absendern sowie ein Plan für die Marken, die zusammengeführt oder eingestellt werden.

Anlässe, bei denen die Struktur zum Problem wird

Markenarchitektur wird meist dann zum Thema, wenn Struktur gewachsen ist statt entschieden: nach Zukäufen, nach der Ausgründung eines Geschäftsbereichs oder nach Jahren, in denen jede neue Produktlinie ihren eigenen Namen und ihre eigene Domain bekommen hat.

Die Symptome sind gut erkennbar:

  • Der Vertrieb erklärt im Gespräch zuerst die Firmenstruktur, bevor er über das Produkt spricht.
  • In der Google-Suche konkurrieren mehrere eigene Domains um dieselben Begriffe.
  • Das Marketingbudget verteilt sich auf so viele Absender, dass keiner davon Bekanntheit aufbaut.
  • Bewerbungen gehen an eine Marke, die in der Region kaum jemand kennt.

Ein weiterer Anlass ist Internationalisierung, wenn in einzelnen Märkten Ländermarken existieren, die weder Namen noch Erscheinungsbild mit der Hauptmarke teilen.

Nicht sinnvoll ist der Aufwand für Unternehmen mit einer Marke und einem Angebot. Dort geht es nicht um Struktur, sondern um Positionierung. Wer umgekehrt eine klare Struktur hat, deren Auftritte aber unterschiedlich aussehen, braucht kein neues Modell, sondern ein durchgesetztes Gestaltungssystem.

Entscheidungen, die vor der Umsetzung fallen müssen

Die Entscheidung für ein Modell fällt auf Folien, wirksam wird sie in der Technik. Zuerst zu klären ist die Domainstrategie: alle Marken in Unterverzeichnissen einer Domain bündeln oder eigene Domains führen? Die Bündelung konzentriert Sichtbarkeit und Verweise auf eine Adresse, macht aber jede spätere Trennung aufwendig. Eigene Domains halten Marken sauber getrennt, verlangen dafür aber jeweils eigenen Aufbau.

Im Shop stellt sich dieselbe Frage: mehrere Storefronts in einer WooCommerce-Installation oder getrennte Instanzen? Davon hängen Kundenkonten, Warenwirtschaftsanbindung, Zahlungsanbieter, Versandregeln und Rechnungsabsender ab, also Punkte, die sich nach dem Start nur mit einer Migration ändern lassen.

Ebenfalls früh gehört festgelegt, wie neue Produkte benannt werden, damit die Regel existiert, bevor die nächste Einführung improvisiert wird.

Der häufigste Fehler ist der halbe Umbau: Das neue Modell steht, die alten Domains bleiben online, ranken weiter und schicken Interessenten auf Seiten, die niemand mehr pflegt. Zusammenführungen brauchen Weiterleitungen, abgeschaltete Alt-Auftritte und eine Ansage an Bestandskunden.

Häufige Fragen

Was unterscheidet Markenarchitektur vom Markenkonzept?

Das Markenkonzept beantwortet, wofür eine Marke steht: Positionierung, Kern, Werte, Zielgruppen. Die Markenarchitektur beantwortet, wie viele Marken es überhaupt geben soll und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Bei einem einzelnen Absender fallen beide Fragen fast zusammen. Sobald mehrere Geschäftsbereiche, Zukäufe oder Produktlinien im Spiel sind, braucht jede Ebene ihre eigene Positionierung, und die Architektur legt fest, welche Ebene das überhaupt tragen soll.

Branded House oder House of Brands: was passt zu uns?

Das hängt davon ab, wie weit Ihre Angebote auseinanderliegen und wie bekannt der Hauptabsender bereits ist. Sprechen alle Bereiche ähnliche Zielgruppen an, spart ein Branded House Budget, weil jede Maßnahme auf denselben Namen einzahlt. Bedienen Bereiche gegensätzliche Märkte oder Preislagen, oder sollen Risiken getrennt bleiben, sind eigenständige Marken sinnvoll. Endorsed Brands sind der Mittelweg: eigener Auftritt, sichtbarer Rückhalt durch das Mutterhaus.

Sollen Submarken eigene Domains bekommen?

Nur, wenn die Submarke dauerhaft eigenständig auftreten und ein eigenes Publikum aufbauen soll. Jede zusätzliche Domain startet bei null und braucht eigene Inhalte, eigene Verweise und eigene Pflege. Für Produktlinien, die erkennbar zur Hauptmarke gehören, ist ein Bereich innerhalb der bestehenden Domain fast immer der bessere Weg. Wichtig ist, das vor dem Aufbau zu entscheiden, denn nachträgliches Umziehen kostet Sichtbarkeit und verlangt saubere Weiterleitungen.

Was passiert mit Marken, die wir zusammenführen?

Sie werden nicht einfach abgeschaltet. Wir legen fest, welche Inhalte übernommen werden, welche Adressen dauerhaft weiterleiten und welche Seiten ersatzlos entfallen. Alte Auftritte bleiben oft lange in Suchergebnissen, in Branchenverzeichnissen und in E-Mail-Signaturen. Dazu kommt die Kommunikation an Bestandskunden, Lieferanten und Plattformbetreiber sowie die Frage, wie lange alte Kennzeichen auf Verpackungen, Fahrzeugen und Dokumenten noch mitlaufen dürfen.

Was brauchen Sie von uns, um zu starten?

Eine ehrliche Liste aller Namen, die nach außen auftreten, samt Domains, Social-Profilen und Shops. Dazu Zugriff auf Personen aus Vertrieb und Marketing, die erklären können, wie Kundschaft die einzelnen Absender tatsächlich nennt. Hilfreich sind außerdem vorhandene Markeneintragungen, geplante Zukäufe oder Ausgründungen und die Roadmap für neue Produktlinien. Wer diese Vorhaben früh nennt, bekommt eine Struktur, die auch danach noch trägt.

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