Vom gewachsenen Markenportfolio zum entschiedenen Modell
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme: Welche Marken, Submarken, Produktlinien und Vertriebsnamen existieren tatsächlich? Dazu zählen auch Dinge, die in keiner Präsentation auftauchen, etwa alte Kampagnendomains, Social-Profile aus früheren Produkteinführungen oder Namen, die nur der Außendienst benutzt. Diese Liste fällt fast immer länger aus als erwartet.
Danach bewerten wir jeden Absender einzeln: Trägt er eigene Bekanntheit, hat er eine eigene Zielgruppe, verdient er eigenes Budget? Maßstab ist dabei die Außensicht, also das, was Kundschaft und Vertriebspartner wahrnehmen, nicht das Organigramm. Aus dieser Bewertung folgt die Modellentscheidung. Ein Branded House bündelt alles unter einem Absender, ein House of Brands führt eigenständige Marken nebeneinander, Endorsed Brands geben Submarken Eigenständigkeit und stellen das Mutterhaus als Bürgen daneben. In der Praxis entstehen meist Mischformen, die je Geschäftsbereich unterschiedlich ausfallen.
Das Ergebnis ist ein Architekturdiagramm mit klaren Hierarchieebenen, eine Regel dafür, wie neue Produkte und Bereiche benannt und eingeordnet werden, die Zuordnung von Domains, Shops und Social-Kanälen zu den einzelnen Absendern sowie ein Plan für die Marken, die zusammengeführt oder eingestellt werden.
