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Servicekonzept

Servicekonzepte definieren einen strategischen Plan, der beschreibt, wie ein Unternehmen Dienstleistungen, Services und Produkte anbietet und bereitstellt. Ziele, Zielgruppen, Wege der Distribution, Technologien und andere Prozesse werden konzipiert und erstellt, um Ihre Dienstleistungen strukturiert und differenziert bereitzustellen. Gemeinsam mit Ihnen entwickeln wir Serviceangebote, optimieren Prozesse und Abläufe und gestalten Service-Erfahrungen.
Spektrum
Servicekonzepte beinhalten Marktforschungen, Brancheninformationen, Betriebsdefinitionen und mehr.
Anwendung
Wenn Sie Dienstleistungen und Abläufe strukturiert planen oder überarbeiten möchten, unterstützen wir Sie dabei.
Details
Besonders Start-Ups mit einer Grundidee, aber auch große Betriebe können von klaren Servicekonzepten profitieren.

Vom Ist-Ablauf zum dokumentierten Serviceprozess

Wir nehmen zuerst auf, wie der Service tatsächlich läuft, nicht wie er im Organigramm steht. Dazu sprechen wir mit den Menschen, die Anfragen bearbeiten, sehen uns Postfächer, Ticketsystem und Übergabepunkte an und notieren, wo Vorgänge liegen bleiben. Daraus entsteht ein Service Blueprint: oben die sichtbaren Schritte der Kundschaft, darunter die Abläufe im Hintergrund, die beteiligten Systeme und die Zuständigkeiten.

Darauf folgt die Gestaltung. Wir beschreiben Serviceangebote und ihre Grenzen, legen Wege für Reaktion und Bearbeitung fest, formulieren Textbausteine für wiederkehrende Fälle und entscheiden, welcher Kanal welchen Anlass bedient. Oft geht es dabei um Vereinfachung: weniger Kanäle, klarere Zuständigkeit, eine Stelle, an der ein Vorgang sichtbar ist.

Am Ende steht kein Foliensatz, sondern eine Beschreibung, mit der gearbeitet werden kann. Dazu gehören Prozessdiagramme, Rollen, Formulare und Vorlagen und, wo Technik nötig ist, die Anforderungen an Shop, CRM oder Ticketsystem.

Typische Auslöser im Handel und im Projektgeschäft

Der klassische Auslöser ist Wachstum. Solange drei Personen alles wissen, funktioniert Service ohne Konzept. Kommen Standorte, Sprachen oder Kanäle dazu, hängt die Qualität plötzlich davon ab, wer den Anruf annimmt. Der zweite Auslöser ist ein neuer Vertriebsweg. Wer einen Onlineshop startet, muss Retouren, Reklamationen, Ersatzteile und Rückfragen zu Lieferzeiten anders organisieren als im Ladengeschäft.

Auch die Gegenrichtung kommt vor. Ein Hersteller, der bisher über den Handel verkauft hat und nun direkt an Endkunden liefert, übernimmt damit den kompletten Endkundenservice, oft ohne Abläufe, die dafür ausgelegt sind.

Für Start-ups mit einer Grundidee ist ein Servicekonzept vor allem eine Klärungsübung: Was gehört zum Angebot, was ist Zusatzleistung, was machen Sie ausdrücklich nicht. Wenig sinnvoll ist der Aufwand, wenn ein einzelner Schritt hakt. Dann genügt es meist, diesen Schritt zu beschreiben und ein vorhandenes Werkzeug richtig einzurichten.

Was ein Konzept trägt und was es scheitern lässt

Servicekonzepte scheitern selten am Konzept und meist an der Übergabe in den Alltag. Ein Ablauf, der doppelte Erfassung verlangt, wird umgangen. Eine Zusage, für die niemand Zeit im Kalender hat, wird gebrochen. Deshalb prüfen wir jeden Schritt darauf, wer ihn ausführt, in welchem System er sichtbar wird und was passiert, wenn diese Person im Urlaub ist.

Früh zu entscheiden sind außerdem:

  • Welche Anliegen Selbstbedienung werden, etwa Sendungsverfolgung, Retourenanmeldung oder Rechnungen im Kundenkonto
  • Welche Zusagen Sie öffentlich machen und welche nur intern gelten
  • Wo Kundendaten liegen, damit niemand dieselbe Information dreimal sucht
  • Wie Rückmeldungen aus dem Service zurück in Produkt und Sortiment fließen

Wir empfehlen einen kleinen Start: ein Prozess vollständig umgesetzt, im Betrieb beobachtet und nachgeschärft, danach der nächste. Konzepte, die alles gleichzeitig ändern wollen, bleiben in der Regel Papier.

Häufige Fragen

Was unterscheidet ein Servicekonzept von einer Prozessdokumentation?

Eine Prozessdokumentation hält fest, wie gearbeitet wird. Ein Servicekonzept entscheidet vorher, was Sie überhaupt anbieten, für wen, über welche Kanäle und mit welchem Anspruch. Daraus folgen die Prozesse. Wer nur dokumentiert, schreibt bestehende Umwege fest. Wer nur konzipiert, ohne die Abläufe zu beschreiben, bekommt Absichtserklärungen. Beides gehört zusammen.

Was brauchen Sie von uns für die Aufnahme?

Zugang zu den Menschen, die den Service täglich machen, und Einblick in die Werkzeuge: Postfächer, Ticketsystem, CRM, Shop-Backend. Hilfreich sind reale Vorgänge, auch die unangenehmen, weil sich daran Bruchstellen zeigen. Dazu eine Ansprechperson mit Entscheidungsbefugnis, sonst enden Klärungen in Warteschleifen. Bestehende Anleitungen und Textbausteine nehmen wir mit auf, auch wenn sie veraltet sind.

Setzen Sie das Konzept anschließend auch technisch um?

Soweit es um Web, Shop und angebundene Systeme geht, ja. Kundenkonto mit Bestellhistorie, Retourenanmeldung, Statusanzeige, Formulare und die Übergabe an CRM oder Ticketsystem bauen wir selbst. Die Einführung eines Helpdesk-Werkzeugs begleiten wir und richten es mit ein. Was Personalplanung, Schulung im Tagesgeschäft und interne Abstimmung angeht, bleibt die Umsetzung bei Ihnen.

Wie hängt ein Servicekonzept mit dem Onlineshop zusammen?

Sehr direkt. Ein großer Teil der Serviceanfragen im Handel dreht sich um Lieferstatus, Retouren, Rechnungen und Ersatzteile. Jede dieser Fragen lässt sich im Kundenkonto beantworten, bevor jemand schreibt. Umgekehrt zeigt der Servicealltag, welche Produktangaben im Shop fehlen oder missverständlich sind. Deshalb bearbeiten wir beides gern zusammen statt nacheinander.

Funktioniert das auch ohne eigene Serviceabteilung?

Ja, und dort zahlt es sich oft schneller aus. In kleinen Teams macht Service jemand nebenher, meist ohne feste Zuständigkeit. Genau dann helfen wenige klare Regeln: ein Eingangskanal statt vier, definierte Fälle mit vorbereiteter Antwort, eine Übersicht offener Vorgänge. Das Konzept fällt kürzer aus als bei einer eigenen Abteilung, der Nutzen im Alltag ist aber unmittelbar spürbar.

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