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Digital Experience

Digital Experience (DX) beschreibt die Benutzerinteraktionen mit einer digitalen Anwendung oder Website. Dazu gehören unter anderem Design, Funktionalität, Navigation, Inhalte und Reaktionszeiten. DX zielt darauf ab, die Benutzererfahrung der Website zu verbessern, die Zufriedenheit zu steigern und Konversionsraten zu erhöhen. Es wird hauptsächlich in der Web- und Anwendungsentwicklung sowie im Online-Marketing eingesetzt. Zu einer positiven Experience gehören Schritte wie die Analyse bestehender Designs, die Entwicklung von Konzepten, die Implementierung von Änderungen, die Optimierung der Geschwindigkeit und die Erstellung ansprechender Inhalte.
Spektrum
Hier geht es um die Gesamtheit der Interaktionen und die Wahrnehmung der digitalen Anwendung, von schneller Ladezeit bis zu geeigneten, ansprechenden Inhalten.
Anwendung
Digital Experience betrifft den gesamten digitalen Bereich und prägt, wie Inhalte wahrgenommen werden.
Details
Sowohl technische als auch optische Anpassungen und Details sind hier zu beachten. Oft kann auch User-Testing einen integralen Bestandteil bilden.

Erst messen, dann ändern

Wir beginnen mit Daten statt mit Meinungen. Dazu gehören die Web-Analyse zu Einstiegen, Absprungpunkten und Geräten, die Suchanfragen aus der Search Console und der Vergleich der Wege, die zum Abschluss führen, mit denen, die vorher abbrechen. Ergänzend hilft die interne Suche einer Website: Was Menschen dort eintippen, sagt viel darüber, was die Navigation nicht löst.

Danach sehen wir uns die Strecke selbst an. Formulare mit vielen Pflichtfeldern, Checkout-Schritte, unklare Beschriftungen, Fehlermeldungen, die nicht sagen was falsch war. Wo es sinnvoll ist, beobachten wir einige echte Nutzerinnen und Nutzer bei einer konkreten Aufgabe. Fünf Sitzungen zeigen oft mehr als eine lange Diskussion im Team.

Aus den Befunden entsteht eine priorisierte Liste. Wir setzen die Änderungen um, messen erneut und behalten das, was nachweislich wirkt. Anpassungen an Preisdarstellung, Versandkosten oder Sortiment gehören dabei genauso zur Experience wie die Gestaltung.

Wann sich Arbeit an der Experience lohnt

Der klarste Fall: Es kommen Besucher, aber es passiert zu wenig. Zugriffe aus Suche oder Kampagnen sind vorhanden, die Abschlüsse bleiben dahinter zurück. Dann liegt das Problem selten an der Reichweite, sondern an dem, was nach dem Klick passiert.

Ebenfalls typisch ist die Zeit nach einem Relaunch. Eine neue Website sieht besser aus, verliert aber Umsatz, weil Wege länger geworden sind oder Inhalte fehlen, die vorher gefunden wurden. Weitere Anlässe sind viele Support-Anfragen zu Dingen, die auf der Website stehen müssten, hohe Abbruchquoten im Checkout und Beschwerden über die Bedienung auf dem Smartphone.

Wenig hilfreich ist die Arbeit an der Experience, wenn kaum jemand die Seite besucht. Bei sehr geringem Traffic fehlt die Grundlage, um Änderungen zu bewerten, und die größere Wirkung liegt bei Sichtbarkeit und Inhalten. Auch ein Angebot, das am Bedarf vorbeigeht, lässt sich durch Gestaltung nicht retten.

Ladezeit, Bedienbarkeit, Barrierefreiheit

Geschwindigkeit ist messbar. Google bewertet mit den Core Web Vitals unter anderem Largest Contentful Paint, also den Aufbau des größten sichtbaren Elements, und Interaction to Next Paint, also die Reaktion auf Eingaben. Als gut gelten ein LCP unter 2,5 Sekunden und ein INP unter 200 Millisekunden. Die häufigsten Bremsen sind unkomprimierte Bilder, zu viele Skripte von Drittanbietern und Schriften, die den Textaufbau blockieren.

Bedienbarkeit entscheidet sich an Details: ausreichend große Klickflächen, Formularfelder mit passender Tastatur auf dem Smartphone, funktionierendes Autofill, Fehlerhinweise direkt am betroffenen Feld. Der Zurück-Button und ein Seitenwechsel dürfen keine Eingaben verlieren.

Barrierefreiheit gehört dazu, seit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für viele Anbieter auch als Pflicht. Praktisch bedeutet das ausreichende Kontraste, vollständige Bedienbarkeit per Tastatur, sinnvolle Alternativtexte und eine saubere Überschriftenstruktur. Diese Punkte helfen allen Nutzenden und machen die Seite nebenbei für Suchmaschinen besser auswertbar.

Häufige Fragen

Worin unterscheidet sich Digital Experience von UI/UX-Design?

UI/UX-Design beschäftigt sich mit Aufbau und Gestaltung einer konkreten Oberfläche. Digital Experience betrachtet die gesamte Strecke: Anzeige, Landingpage, Suche, Formular, Bestätigungsmail, Kundenkonto und Support. Ein gut gestalteter Bildschirm hilft wenig, wenn die Bestätigungsmail im Spam landet oder die Seite auf dem Smartphone zu langsam lädt. In der Praxis gehen beide ineinander über, der Blickwinkel ist hier aber breiter.

Brauchen wir dafür einen kompletten Relaunch?

Meistens nicht. Viele wirksame Änderungen betreffen einzelne Stellen: Checkout, Kontaktformular, Navigation, Produktseite oder Ladezeit. Diese lassen sich im laufenden Betrieb umsetzen und einzeln bewerten. Ein Relaunch ist erst dann der richtige Weg, wenn die technische Basis veraltet ist, das System keine Updates mehr bekommt oder die Struktur der Inhalte grundlegend nicht mehr zum Angebot passt.

Welche Daten brauchen Sie und wie steht es um Datenschutz?

Wir arbeiten mit den Daten, die ohnehin anfallen: Web-Analyse, Search Console, Serverlogs und, wo vorhanden, Bestell- und Support-Daten. Einwilligungspflichtige Werkzeuge setzen wir nur mit funktionierendem Consent-Banner ein. Wo eine niedrige Einwilligungsquote die Zahlen verzerrt, sagen wir das dazu, statt sie als absolute Wahrheit zu behandeln. Serverseitige Messung und datensparsame Analyse-Werkzeuge sind mögliche Alternativen.

Ab wann ist ein A/B-Test aussagekräftig?

Erst wenn pro Variante genug Abschlüsse zusammenkommen, nicht nur genug Besuche. Bei wenigen Bestellungen pro Woche dauert ein sauberer Test so lange, dass sich Saison und Kampagnen dazwischenschieben. Dann ist der ehrlichere Weg, eine begründete Änderung umzusetzen und über längere Zeiträume zu vergleichen. Tests sollten außerdem volle Wochen abdecken, weil Werktage und Wochenende sich deutlich unterscheiden.

Wie oft sollte man die Digital Experience überprüfen?

Ein fester Rhythmus ist sinnvoller als eine große Aktion alle paar Jahre. Ladezeiten und Fehlerseiten gehören in ein laufendes Monitoring, weil beides durch Updates oder neu eingebundene Skripte kippen kann. Kennzahlen zu Einstiegen und Abschlüssen schauen wir uns quartalsweise an. Außerdem lohnt eine Prüfung immer dann, wenn sich etwas Großes ändert: neues Sortiment, neue Kampagne, neues Zahlungsverfahren.

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