Anzeichen im Tagesgeschäft, dass die Website nicht mehr trägt
Der Auslöser ist meistens nicht die Optik, sondern der Alltag. Eine Preisänderung dauert drei Tage, weil sie über einen Dienstleister läuft. Eine neue Unterseite legt niemand an, weil dabei das Layout verrutscht. Formulareingänge landen in einem Postfach, für das sich niemand zuständig fühlt. Bilder werden in Originalgröße hochgeladen, weil es keinen anderen Weg gibt. Auswertungen sieht sich niemand an, weil die Zugänge noch bei einem früheren Dienstleister liegen.
Technische Anzeichen kommen dazu. Das CMS erhält keine Sicherheitsupdates mehr, die PHP-Version ist abgekündigt, einzelne Erweiterungen werden vom Hersteller nicht mehr gepflegt. Das Theme wurde einmal gekauft und danach so weit angepasst, dass es sich nicht mehr aktualisieren lässt. Auf dem Smartphone sind einzelne Bereiche nur mit Mühe bedienbar.
Geschäftlich zeigt es sich an anderer Stelle. Ein Shop soll dazukommen, ein zweiter Markt, eine weitere Sprache, ein geschlossener Kundenbereich. Oder die Website beschreibt ein Unternehmen, das es so nicht mehr gibt, weil sich Leistungen, Zielgruppen und Ansprechpartner verschoben haben. Auch das ist ein Anzeichen: Interessenten rufen an und fragen nach Dingen, die Sie längst nicht mehr anbieten.

