transparent globe
Kontakt aufnehmen

UI / UX

UI und UX (User Interface, User Experience) sind zwei grundlegende Schlüsselfaktoren, die zur reibungslosen Bedienung einer Website oder digitalen Anwendung beitragen. UI konzentriert sich unter anderem auf interaktive Elemente wie Buttons, Textfelder und Navigation. UX bezieht sich auf die gesamte Erfahrung, im Speziellen auf den User-Flow von der ersten Interaktion bis zum gewünschten Ergebnis. Einen einheitlichen, leitenden und zufriedenstellenden Interaktionsablauf zu gestalten, das ist die Grundidee von UI/UX.
Spektrum
UI wird oft in Zusammenhang mit einer bestehenden oder neuen Markenidentität erstellt, wobei UX aus einem strategischen Prozess hervorkommt.
Anwendung
Eine Web-Präsenz ohne durchdachte UI/UX-Maßnahmen wirkt schnell verwirrend oder unübersichtlich. Genau hier setzt diese Leistung an.
Details
Sowohl kleine Details wie Rundungen der Buttons, als auch das Gesamtbild müssen stimmen, in Aussehen und Interaktion.

Von der Recherche zum klickbaren Prototyp

Wir beginnen mit dem, was schon vorliegt. Analytics zeigt, wo Nutzer abspringen, die interne Suche verrät, wonach sie vergeblich suchen, und der Support kennt die Fragen, die eine gute Oberfläche gar nicht erst entstehen ließe. Ergänzend sprechen wir mit Menschen, die das System tatsächlich benutzen.

Daraus entstehen Nutzeraufgaben und User Flows: Welche Wege muss die Anwendung sicher tragen, vom Einstieg bis zum Abschluss. Die Informationsarchitektur folgt diesen Aufgaben, nicht dem Organigramm. Es folgen Wireframes, ein klickbarer Prototyp und Tests mit einer kleinen Gruppe, weil sich Denkfehler dort leichter korrigieren lassen als im fertigen Code.

Erst danach kommt die Oberfläche: Typo-Skala, Abstandsraster, Farbrollen und eine Komponentenbibliothek in Figma, in der jede Komponente ihre Zustände mitbringt, also Standard, Hover, Fokus, aktiv, deaktiviert, Fehler, Laden und leer. Die Übergabe an die Entwicklung erfolgt mit diesen Werten als Design Tokens, damit Abstände und Farben nicht im Code neu erfunden werden.

Wann sich Arbeit an Ablauf und Oberfläche lohnt

Der klarste Anlass sind messbare Abbrüche: Warenkörbe, die im Checkout liegen bleiben, Formulare, die nur zur Hälfte ausgefüllt werden, Konfiguratoren, an denen Anfragen versanden. Ebenso deutlich ist ein Support, der immer wieder dieselbe Frage beantwortet, weil die Oberfläche sie offen lässt.

Häufig geht es um B2B-Anwendungen: Kundenportale, Ersatzteilsuchen, Shops mit Staffelungen, Varianten und kundenspezifischen Sortimenten. Solche Systeme wachsen über Jahre, jede neue Anforderung bekommt einen weiteren Reiter, und irgendwann kennt nur noch das eigene Team den Weg.

Nicht lösen lässt sich damit ein Problem im Angebot. Wenn Sortiment, Lieferzeiten oder Konditionen nicht überzeugen, ändert eine neue Navigation daran nichts. Auch fehlende Inhalte sind kein Gestaltungsproblem: Eine Produktseite ohne belastbare Daten bleibt schwach, egal wie sie aussieht. In diesen Fällen sagen wir das vorher, statt eine Oberfläche über die eigentliche Ursache zu legen.

Details, an denen die Bedienbarkeit hängt

Barrierefreiheit ist der Teil, der am häufigsten zu spät kommt. Seit Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das viele Onlineshops und digitale Dienstleistungen im Endkundengeschäft erfasst. Maßstab dahinter sind die WCAG-Kriterien. In der Praxis heißt das: vollständige Bedienbarkeit per Tastatur, ein sichtbarer Fokus, echte Labels statt Platzhaltertext, Fehlermeldungen direkt am betroffenen Feld, ausreichend große Zielflächen und Kontraste, die auch mit Ihrer Hausfarbe funktionieren.

Der zweite Bereich ist das Verhalten über Bildschirmgrößen hinweg. Wir setzen Umbrüche dort, wo der Inhalt es verlangt, und nicht an gerätespezifischen Breiten. Tabellen mit vielen Spalten, lange deutsche Komposita und die Bedienung per Daumen statt per Maus sind die typischen Bruchstellen.

Dazu kommen Kleinigkeiten mit großer Wirkung: reservierte Flächen für Bilder, damit beim Laden nichts nachspringt, korrekte Eingabetypen und Autofill-Attribute für Formulare auf dem Telefon sowie Leer- und Fehlerzustände, die erklären, was zu tun ist.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen UI und UX?

UX ist die Frage, ob jemand sein Ziel erreicht: welche Schritte nötig sind, in welcher Reihenfolge und wo Hürden entstehen. Das Ergebnis sind Flows, Struktur und Wireframes. UI ist die sichtbare Oberfläche, über die diese Schritte bedient werden: Buttons, Felder, Navigation, Typografie, Zustände. Eine schöne Oberfläche über einem schlechten Ablauf hilft nicht, und ein guter Ablauf ohne saubere Oberfläche wirkt unfertig.

Sind Nutzertests bei wenig Traffic sinnvoll?

Gerade dann. Bei geringen Fallzahlen liefern A/B-Tests keine belastbaren Antworten, weil die nötigen Mengen nie zusammenkommen. Qualitative Tests funktionieren dagegen mit wenigen Personen: Schon eine Handvoll Sitzungen legt die groben Stolperstellen offen. Entscheidend ist die Auswahl der Teilnehmenden. Es sollten Menschen sein, die zur Zielgruppe passen und das System nicht bereits kennen.

In welcher Form bekommt die Entwicklung die Designs?

Als Figma-Datei mit einer Komponentenbibliothek statt als Sammlung einzelner Screens. Enthalten sind Design Tokens für Farben, Abstände, Radien und Schriftgrößen, alle Zustände je Komponente, das Verhalten über die Breakpoints hinweg sowie Hinweise zu Fokusreihenfolge und Beschriftungen für Screenreader. Offene Fragen klären wir direkt mit der Entwicklung, statt sie in Kommentaren zu hinterlassen.

Muss unser Onlineshop barrierefrei sein?

Für viele Anbieter im Endkundengeschäft gilt seit Juni 2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, das unter anderem Onlineshops und bestimmte Dienstleistungen erfasst. Für Kleinstunternehmen bestehen Ausnahmen, im reinen B2B-Geschäft ist die Lage anders. Ob Sie betroffen sind, beurteilt am Ende Ihre Rechtsberatung. Technisch prüfen wir den Ist-Zustand gegen die WCAG-Kriterien und benennen, was mit welchem Aufwand behoben werden kann.

Können Sie ein bestehendes Design überarbeiten?

Ja, das ist oft der sinnvollere Weg. Wir sichten das vorhandene Interface, erfassen die tatsächlich genutzten Bausteine und räumen zuerst dort auf, wo Varianten ohne Grund entstanden sind. Häufig existieren mehrere Buttonstile, drei Formularlayouts und vier Abstufungen derselben Farbe. Aus dem bereinigten Bestand entsteht eine Bibliothek, die Sie schrittweise ausrollen können, ohne alles gleichzeitig anzufassen.

Passende Leistungen

Bereit für Ihr nächstes Projekt?

Schreiben Sie uns oder buchen Sie direkt ein Erstgespräch. Wir antworten innerhalb von 24 Stunden, werktags meist schneller.

Jetzt Projekt starten