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Projekt15 / 20

WFN

WFN: Titelbild des Projekts
Das Projekt
WFN beauftragte uns, Key Visuals und Assets für die eigene Proteinpulver-Linie zu entwickeln. Die Aufgabe erforderte Kompetenzen in mehreren grafischen Bereichen gleichzeitig.

Leistungen

Um bei der Erstellung der Visuals möglichst flexibel zu sein, wurde der Pulverbehälter zuerst in 3D nachgebaut. Das ermöglichte es, das Produkt aus jedem Winkel darzustellen. Das virtuelle Set-Dressing und die Komposition der Visuals erfolgten anschließend in Photoshop. So entstand für jede der drei Sorten eine Reihe von Werbebildern.

Fokus

Der Fokus lag auf der ansprechenden und dynamischen Darstellung der Produkte. Da Pulver an sich wenig fotogen ist, setzten wir auf grafische Elemente.

Details

Durch das Erstellen der 3D-Assets gewannen wir gleichzeitig die Flexibilität, auch Bewegtbilder in der Zukunft zu gestalten.

WFN: Bild 1
WFN: Bild 2
WFN: Bild 3

Ein Produkt, das sich der Fotografie entzieht

Key Visuals für eine Proteinpulver-Linie sind eine Aufgabe, bei der das Produkt selbst wenig Bildmaterial hergibt. Ein Behälter ist ein einfacher Körper, der Inhalt eine Substanz ohne erkennbare Form. Anders als bei Lebensmitteln, die im Bild appetitlich wirken, oder bei Geräten, deren Verarbeitung sichtbar ist, trägt das Motiv hier kaum eigene Aussage.

Dazu kommt, dass eine Sortenlinie als Reihe gedacht werden muss. Drei Sorten teilen sich Form, Format und Aufbau und unterscheiden sich in Farbe, Geschmacksrichtung und Anmutung. Die Bilder müssen also gleichzeitig als Familie erkennbar sein und die einzelne Sorte unterscheidbar machen. Wer jede Sorte für sich gestaltet, bekommt drei Einzelbilder statt einer Linie.

Bei WFN kam hinzu, dass die Aufgabe Kompetenzen in mehreren grafischen Bereichen gleichzeitig verlangte. Produktdarstellung, Bildaufbau und grafische Gestaltung greifen ineinander, und die Entscheidung über den Bildaufbau fällt bereits, bevor das erste Motiv steht.

Der Aufbau in 3D als Grundlage der Bildreihe

Da Pulver an sich wenig fotogen ist, liegt die Bildwirkung bei dieser Art von Motiv in der Umgebung des Produkts. Grafische Elemente übernehmen die Aufgabe, Dynamik und Aussage zu erzeugen, die das Produkt selbst nicht liefert. Sie geben Richtung vor, bringen Bewegung ins Bild und ordnen die Sorte einer Farbwelt zu.

Der Pulverbehälter wurde zuerst in 3D nachgebaut. Für eine Bildreihe ist das eine grundlegende Entscheidung. Ein digitales Modell lässt sich aus jedem Winkel darstellen, ohne dass für jede neue Perspektive ein neues Shooting nötig wird, und Anpassungen an Beschriftung, Ausrichtung oder Lichtsituation betreffen das Modell, nicht das einzelne Bild.

Das virtuelle Set-Dressing und die Komposition der Visuals erfolgten anschließend in Photoshop. In dieser Arbeitsteilung liefert das 3D-Modell den verlässlichen Kern, die Komposition bestimmt Stimmung und Rhythmus. So entstand für jede der drei Sorten eine Reihe von Werbebildern, die untereinander stimmig bleibt.

Was eine Assetproduktion über den ersten Einsatz hinaus trägt

Bei Assets für eine Produktlinie entscheidet sich früh, ob später Aufwand entsteht oder nicht. Der Unterschied liegt darin, ob am Ende fertige Bilder vorliegen oder eine Grundlage, aus der weitere Bilder abgeleitet werden können. Ein aufgebautes 3D-Asset gehört zur zweiten Kategorie.

Aus den 3D-Assets ergab sich die Flexibilität, künftig auch Bewegtbilder zu gestalten. Das ist typisch für diese Aufgabenklasse. Ein Modell, das für Standbilder entsteht, ist zugleich die Voraussetzung für Animation, weil Kamerafahrten, Drehungen und Übergänge auf demselben Datenbestand aufsetzen.

Wichtig ist außerdem, Formate und Beschnitt von Anfang an mitzudenken. Werbebilder werden selten in nur einem Seitenverhältnis gebraucht, und ein Bildaufbau, der ausschließlich im Querformat funktioniert, muss für jede weitere Fläche neu erfunden werden. Ebenso hilfreich ist eine saubere Trennung von Produkt, Hintergrund und grafischen Elementen, damit einzelne Ebenen ausgetauscht werden können, ohne das Motiv neu aufzubauen.

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