




Für HDI Fürth entwickelten wir eine Lösung, mit der Grußkarten, zum Beispiel zum Geburtstag von Kunden, mit wenig Aufwand erstellt werden können. Eine eigens entwickelte Web-Anwendung auf Basis von P5JS ermöglicht es auch ungeschulten Mitarbeitern, Grußkarten zu erstellen. Die resultierende Druckdatei wird anschließend auf die mit der Kopfzeile vorgedruckte Karte gedruckt.
Im Vordergrund stand die Kombination aus Automatisierung, geringem Aufwand und persönlicher Note. Umgesetzt wurde das mit der P5JS-Library.
Von der Web-Anwendung direkt zum Druck: eine Lösung für einen speziellen Anwendungsfall.



Persönliche Grußkarten an Kunden sind eine wiederkehrende Aufgabe mit einem Widerspruch im Kern. Sie sollen individuell wirken, fallen aber regelmäßig und in Menge an. Wer sie einzeln gestaltet, bindet Zeit, die im Tagesgeschäft nicht vorhanden ist. Wer sie vereinheitlicht, verliert genau die persönliche Note, die den Anlass ausmacht.
Für HDI Fürth stand deshalb die Kombination aus Automatisierung, geringem Aufwand und persönlicher Note im Vordergrund. Damit ist die Aufgabe weniger eine Gestaltungsfrage als eine Frage der Arbeitsteilung zwischen Vorlage und Erzeugung: Was wird einmal festgelegt, und was entsteht bei jedem einzelnen Aufruf neu.
Hinzu kommt, dass die Anwendung von Personen bedient wird, die nicht mit Gestaltungssoftware arbeiten. Eine Lösung, die Layoutkenntnisse voraussetzt, verschiebt den Aufwand nur, statt ihn zu verringern. Sie muss ohne Einarbeitung bedienbar sein und darf kein Ergebnis zulassen, das im Druck nicht funktioniert.
Umgesetzt wurde das mit der P5JS-Library. Eine eigens entwickelte Web-Anwendung auf Basis von P5JS ermöglicht es auch ungeschulten Mitarbeitern, Grußkarten zu erstellen. Der Unterschied zu einem Vorlagensystem liegt darin, dass das Motiv nicht aus einer Sammlung ausgewählt, sondern nach Regeln erzeugt wird.
Für diese Art Aufgabe ist das der sinnvolle Ansatz. Gestalterische Regeln, etwa zu Farbräumen, Formen, Dichte und Anordnung, werden einmal definiert, und jeder Aufruf erzeugt daraus ein eigenes Ergebnis. Die Bandbreite bleibt gestalterisch begrenzt und fällt im Einzelfall trotzdem unterschiedlich aus. Das Ergebnis bleibt erkennbar zur Marke gehörig, ohne dass zwei Karten gleich aussehen müssen.
Die resultierende Druckdatei wird anschließend auf die mit der Kopfzeile vorgedruckte Karte gedruckt. Diese Zweiteilung prägt die Anwendung. Der feste Teil der Karte existiert bereits physisch, die Anwendung liefert nur den variablen Teil. Positionierung, Beschnitt und freizuhaltende Flächen sind damit keine Gestaltungsfreiheit, sondern feste Rahmenbedingung.
Sobald am Ende eines digitalen Prozesses ein Druck steht, verschiebt sich der Anspruch an das Ergebnis. Ein Bildschirm verzeiht Ungenauigkeiten, ein Druckbogen nicht. Auflösung, Farbaufbau, Randabstände und Dateiformat müssen deshalb bereits in der Erzeugung festgelegt sein und nicht erst in einem nachgelagerten Schritt korrigiert werden.
Ebenso wichtig ist, welche Freiheiten die Bedienoberfläche überhaupt anbietet. Jede zusätzliche Einstellmöglichkeit erhöht die Zahl der Ergebnisse, die technisch möglich, gestalterisch aber unerwünscht sind. Bei Anwendungen für ungeschulte Nutzer ist die bewusste Beschränkung deshalb ein Qualitätsmerkmal und keine Einschränkung.
Und schließlich trägt eine solche Lösung nur dann über längere Zeit, wenn sie an den Anlass gebunden bleibt, für den sie gedacht ist. Eine Lösung für einen speziellen Anwendungsfall bleibt genau deshalb einfach, weil sie nicht versucht, jeden weiteren Anlass mit abzudecken. Erweiterungen gehören dann als eigene Regelsätze ergänzt, nicht als zusätzliche Schalter in derselben Oberfläche.
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