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Projekt04 / 20

HopUp

HopUp: Titelbild des Projekts
Das Projekt

HopUp ist unser eigenes Produkt: eine App für spontane Treffen. Nutzer checken an Orten ein, sehen auf der Karte, wer gerade unterwegs ist, und laden Freunde zu Events ein. Die App ist für iOS und Android verfügbar: joinhopup.com

Leistungen

React-Native-App mit Expo für iOS und Android, Backend mit Supabase und Geodaten-Abfragen über PostGIS. Echtzeit-Updates, Push-Benachrichtigungen und Google Sign-In gehören dazu. Die Store-Releases laufen automatisiert über Fastlane.

Fokus

Ein Check-in soll Sekunden dauern: App öffnen, Ort wählen, fertig. Karte und Feed zeigen sofort, wer gerade wo unterwegs ist.

Details

Eigenes Produkt von KOMMERS: konzipiert, entwickelt und betrieben vom selben Team. Für iOS und Android im App Store und bei Google Play.

Warum spontane Treffen eine eigene Art von App verlangen

Eine App für spontane Treffen arbeitet gegen ein enges Zeitfenster. Wer heute Abend noch jemanden treffen will, entscheidet das in Minuten, nicht in Tagen. Damit fällt der übliche Ablauf aus Termin vorschlagen, abstimmen und bestätigen weg. Die Anwendung muss stattdessen zeigen, was gerade gilt.

Daraus folgt eine ungewöhnliche Anforderung an die Oberfläche. Der Weg vom Öffnen der App bis zum Eintrag muss so kurz sein, dass er sich unterwegs erledigen lässt. Bei HopUp heißt das: App öffnen, Ort wählen, fertig. Jeder zusätzliche Schritt an dieser Stelle ist teuer, weil er genau in dem Moment steht, in dem sich die Nutzung entscheidet.

Die zweite Schwierigkeit liegt im Zusammenspiel. Eine Anwendung dieser Art ist nur nützlich, wenn mehrere Menschen sie zur selben Zeit nutzen. Karte und Feed müssen deshalb auch dann etwas Verständliches zeigen, wenn wenig los ist, und sie müssen ohne Verzögerung reagieren, sobald sich etwas ändert. Wer eine Karte öffnet und veraltete Einträge sieht, misstraut der Angabe danach dauerhaft.

Was unter der Oberfläche arbeitet

HopUp ist als React-Native-App mit Expo umgesetzt und läuft damit aus einer gemeinsamen Codebasis auf iOS und Android. Für Produkte, deren Nutzen von der Zahl der Beteiligten abhängt, ist das eine naheliegende Entscheidung: Beide Plattformen müssen von Anfang an bedient werden, sonst scheitert eine Einladung an der Gerätewahl des Gegenübers.

Im Hintergrund liegt Supabase, Geodaten-Abfragen laufen über PostGIS. Ortsbezug ist bei dieser Aufgabe kein Zusatz, sondern die eigentliche Rechenarbeit: Welche Check-ins liegen in der Nähe, in welchem Umkreis, in welcher Reihenfolge. Solche Abfragen gehören dorthin, wo sie effizient beantwortet werden können, und nicht auf das Endgerät.

Dazu kommen Echtzeit-Updates und Push-Benachrichtigungen. Beide zahlen auf dieselbe Eigenschaft ein: Die Anwendung soll den aktuellen Stand zeigen, ohne dass jemand sie ständig öffnet. Beides muss dabei dosiert bleiben, denn eine App, die zu oft meldet, wird stummgeschaltet, und danach nützt auch der beste Echtzeit-Stand nichts mehr. Google Sign-In senkt die Hürde beim ersten Start, was bei einer App zählt, die häufig in einer beiläufigen Situation zum ersten Mal geöffnet wird.

Zwei Stores, ein Produkt

Eine App in zwei Stores zu veröffentlichen bedeutet, zwei Freigabeprozesse, zwei Regelwerke und zwei Veröffentlichungsrhythmen zu bedienen. Wird jede Version von Hand gebaut und hochgeladen, wird das Ausliefern zum Engpass und Korrekturen verzögern sich. Bei HopUp laufen die Store-Releases deshalb automatisiert über Fastlane. Der Gewinn ist weniger Bequemlichkeit als Verlässlichkeit: Der Weg von der fertigen Änderung bis zur veröffentlichten Version ist immer derselbe.

Der zweite Punkt betrifft Standortdaten. Wo Menschen teilen, wo sie gerade sind, ist die Frage, wer was sieht, keine Einstellung am Rand, sondern Teil des Produkts. Sie gehört in die frühen Entwürfe und nicht in ein späteres Update.

Als eigenes Produkt kennt HopUp keinen Abschluss, wie ihn ein Kundenprojekt hat. Konzeption, Entwicklung und Betrieb liegen bei demselben Team, Entscheidungen bleiben revidierbar, und was sich im Betrieb zeigt, fließt zurück in die nächste Version. Diese Rückkopplung zwischen Betreiben und Bauen ist der eigentliche Wert eines eigenen Produkts.

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